Ambient
Ambient ist ein Subgenre der elektronischen Musik, das sich eher auf Atmosphäre als auf musikalische Struktur oder Rhythmus konzentriert. Obwohl es manchmal melodische Elemente gibt, nutzt Ambient-Musik hauptsächlich Klanglandschaften und Schichten aus akustischen oder synthetisierten Klängen, Drones, Texturen und sogar Naturaufnahmen, um eine ruhige und kontemplative Atmosphäre zu schaffen, die sowohl passiv als auch aktiv gehört werden kann.
Die Ursprünge der Ambient-Musik lassen sich bis ins Jahr 1917 zurückverfolgen, als der französische Komponist Erik Satie einige seiner Kompositionen als Möbelmusik (»musique d’ameublement«) bezeichnete. Kompositionen, die unauffällig sein sollten, nicht die Aufmerksamkeit des Hörers auf sich ziehen, sondern sich eher in die Geräusche der Umgebung einfügen und vielleicht auch Straßenlärm z.B. bei einem Abendessen übertönen sollten. Weitere Vorläufer sind Pierre Schaeffers musique concrète mit Tape-Loops von aufgenommenen und manipulierten Naturklängen und die Minimal Music von John Cage Mitte des 20. Jahrhunderts.
Nach experimenteller und synthesizerbasierter Musik der 1970er Jahre war es der selbsternannte »Nicht-Musiker« Brian Eno , bekannt durch Roxy Music, dem die Gründung des Ambient-Genres zugeschrieben werden kann – da er ihm durch sein 1978er Album »Ambient 1: Music for Airports« seinen Namen gab. Anders als sogenannte »Muzak«, Fahrstuhlmusik oder Easy Listening, wollte er einen Hintergrund schaffen, der nicht unbeschwert anregt, sondern beruhigt, besänftigt und Raum für Gedanken lässt. Es sollte gleichzeitig ignorierbar oder interessant sein, je nachdem, wie der Hörer es bevorzugt/entscheidet.