Dance Pop
Dance Pop entstand Ende der 1970er/Anfang der 1980er Jahre. Es ist geprägt durch Disco- und Synthpop-Einflüsse, starke Uptempo-Beats, eingängige Melodien mit positiver Stimmung und einfachen Popmusik-Songstrukturen. Dance Pop soll tanzbar und gleichzeitig für Mainstream-Radio geeignet sein. Daher wurde/ist Dance Pop immer von anderen Genres wie Hip-Hop, zeitgenössischem R&B, House oder Electro Pop beeinflusst.
Wie andere Dance-Genres ist Dance Pop hauptsächlich produzentengetrieben, ein prominentes Beispiel ist das bereits erwähnte britische Produzententrio Stock/Aitken/Waterman. Sie waren für viele 1980er-Hits verantwortlich, wie Kylie Minogues »I Should Be So Lucky«, Rick Astleys »Never Gonna Give You Up« oder »Nothing’s Gonna Stop Me Now« von Samantha Fox (alle 1987). Ein späteres Beispiel für erfolgreichen britischen Dance Pop ist die Girlgroup Spice Girls, bekannt für »Wannabe« (1996).
In den 1990er Jahren entwickelte sich Schweden zu einem Zentrum des Dance Pop mit Produzenten wie Deniz PoP und Max Martin, die die Masterminds hinter Gruppen/Künstlern und Hits wie Ace of Base mit »All That She Wants« (1992), Backstreet Boys mit »We've Got It Goin' On« (1995) und »Quit Playing Games (with My Heart)« (1996) sowie *NSYNC mit »I Want You Back« (1996) oder Britney Spears waren.
Dennoch ist Dance Pop nicht immer produzentengetrieben. Die US-Künstlerin Madonna, die entscheidend zur Popularisierung von Dance Pop beitrug, war immer sowohl als Songwriterin als auch als Co-Produzentin beteiligt. Ein aktuelles Beispiel für künstlergetriebenen Dance Pop ist die US-Sängerin Lady Gaga.