Hard House
Hard House (oder UK Hard House) entstand in den frühen 1990er Jahren in Großbritannien. Seine Wurzeln sind deutscher und belgischer Techno, US- und Handbag House und früher Trance.
Charakteristisch für Hard-House-Tracks sind ein eher schnelles Tempo zwischen 135 und 160 bpm, rohe elektronische Sounds, Offbeat-Bass-Stabs und normalerweise ein Break in der Mitte. Oft wird der Hoover-Sound verwendet, ein markanter Lead-Sound mit einer komplexen Wellenform, traditionell erzeugt auf Roland-Synthesizern Alpha Juno-2, Alpha Juno oder MKS-50, der für mehrere »harte« EDM-Stile charakteristisch ist.
Stark mit Hard House verbunden ist der Londoner Schwulen-Nachtclub Trade: DJ/Produzent Tony De Vit, dem zugeschrieben wird, Hard House aus dem Underground in Mainstream-Clubs gebracht zu haben, war ein regelmäßiger Besucher und wurde später Resident-DJ dort. Trade wurde eine Clubnacht-Marke – neben vielen anderen, Beispiele sind Sundissential und Tidy Boys (beide Birmingham), Sin:ergy (Manchester) und Frantic (London).
Hard House erfreute sich immer größter Popularität in Großbritannien und Südafrika. Typische/erfolgreiche Hard-House-Tracks sind »I Don't Care« (1996) und »Are You All Ready?« (2003) von Tony De Vit, »Up to No Good« (1996) und »Amour (C'Mon)« (1997) von The Porn Kings sowie »Looking Good« (1999) von Lisa Lashes.