Italo Disco
Italo Disco entstand in den 1970er Jahren und hatte seine Hochzeit in den 1980er Jahren. Es ist geprägt durch einen typischen 4/4-Beat, Oktav-Basslines, einen sphärischen Sound und einfache, eingängige Melodien. Italo Disco legt starken Wert auf die Gesangsparts, die meist auf Englisch gesungen werden, und brachte viele sogenannte »One-Hit-Wonder« hervor.
Das früheste Beispiel italienischer Disco-Musik ist wahrscheinlich Marcella Bellas »Nessuno mai« (1974). Weitere Genre-Pioniere waren das Duo La Bionda und ihr 1978er Hit »One for You, One for Me«. Anfang der 1980er Jahre erregte italienische Disco-Musik außerhalb des Landes Aufmerksamkeit. Der Begriff Italo Disco wurde von Bernhard Mikulski vom deutschen Plattenlabel ZYX geprägt, der Tracks für eine Reihe von Compilation-Alben lizenzierte.
Ein typisches Beispiel für Italo Disco ist »Self Control« (1984) von Raf, das im selben Jahr auch erfolgreich von der US-Sängerin Laura Branigan veröffentlicht wurde. Weitere bemerkenswerte Italo-Disco-Künstler und -Tracks sind Baltimora mit »Tarzan Boy« (1985), Gazebo mit »I Like Chopin«, Ryan Paris mit »Dolce Vita« (beide 1983) sowie Righeira mit »Vamos a la playa« (1983) und »No tengo dinero« (1984). Spätere bekannte Genre-Beispiele sind Den Harrow mit »Don’t Break My Heart« und Sabrina mit »Boys« (beide 1987).